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Hanfbeton (Hempcrete)

 

Ökologische Vorteile – CO2-Speicher und Wärmedämmung
Die Hanfschäben-Kalk-Baustoffe bieten eine Vielzahl von ökologischen Vorteilen, die vor allem in den Eigenschaften der Schäben als “Nachwachsender Rohstoff” begründet sind:

  • Verwendung einheimischer, nachhaltiger und nachwachsender Rohstoffe (Hanfschäben)
  • Bindung von CO2 im Werkstoff (Schäben) über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes; Reduzierung des Treibhauseffekts: Eine 500 mm dicke Wand bindet ca. 53 kg CO2/m2, während ein konventioneller Wandaufbau (cavity wall) CO2-Emissionen von rund 100 kg CO2/m2 verursacht. Für die Wände eines durchschnittlichen Einfamilienhauses (Annahme: Doppelhaushälfte mit 48 m2 Grundfläche oder Reihenhaus mit 52 m2 Grundfläche) bedeutet dies eine Einsparung von rund 30 t CO2 Emissionen; damit besser als “Null-Karbon-Häuser”. (Quelle: Tradical)
  • Energieersparnis
    • in der Herstellung: Schäben haben eine bessere Energie-Bilanz als viele andere Füllstoffe
    • im Transport: weniger Gewicht bei gleichbleibendem Volumen des Baukörpers; zukünftig kurze Transportwege durch lokale Anbieter von Schäben
    • in der Dämmung des Gebäudes: kein synthetischer (energieintensiver Glaswolle-) Dämmstoff erforderlich
  • Vermeidung problematischer Baustoffe und deren Entsorgung nach Ablauf der Nutzungsdauer (vor allem synthetische Dämmmaterialien)
  • vollständiger Verzicht auf Lösemittel, chemischen (Holz)Schutz oder andere emittierende Bindemittel (in der Verkleidung/ WDVS/Außenschicht des Gebäudes)

 

 

Der zuvor näher beschriebene Baustoff und das spezielle Verarbeitungsverfahren wurden bereits vor über 20 Jahren in Frankreich entwickelt. Seitdem wurden insbesondere auf dem Sektor der Restauration von Gebäuden aber auch im Einfamilienhausbau Projekte durchgeführt. Mittlerweile sind der Baustoff und das Verfahren eine anerkannte Bauweise in Frankreich.

IMG_8015Adj.jpgAuch in Großbritannien wird seit ca. 5 Jahren mit dem Baustoff gebaut. Das bekannteste Produkt ist “Tradical Hemcrete”. Im Jahr 2005 wurde in Southwold (Suffolk /Großbritannien) unter dem Namen “Britain’s Greenest Warehouse” eine 2.382 m2 große Lagerhalle für eine Brauerei errichtet. Die Außenwände und Zwischenwände bestehen aus Blöcken aus Hanf, Zement und Kalk und haben eine gute Dämmwirkung. Die Bauweise reguliert Feuchtigkeit und Temperatur im Innern der Lagerhalle. Selbst an den heißesten Sommertagen war zur Kühlung des Biers keine zusätzliche Klimaanlage erforderlich Das zusätzlich mit begrüntem Dach, Solaranlagen und Regenwassernutzung ausgerüstete Gebäude fand große Anerkennung in den Medien und wurde mit dem “Queen’s Award for Enterprise: Sustainable Development 2005″ ausgezeichnet – auch weil bei dieser Bauweise große Mengen CO2 gebunden werden, während bei konventionellen Materialien zusätzliche Mengen CO2 freigesetzt werden. Neben diesem Industrieprojekt gibt es eine Reihe weiterer Referenzen im Wohnungsbau wie die Haverhill-Reihenhäuser oder “The Elmswell Three Garden Project”.

Baumaterial – Hanf und Mineralien

In Bezug auf ihre Wärmeleitfähigkeit ordnen sich die Hanf-Kalk-Baustoffe in das Spektrum etablierter Baustoffe ein, besonders Porenbeton weist ähnliche Werte auf. Explizite Dämmstoffe bieten in jedem Fall bessere Kennwerte. Doch weisen Hanf- Kalk-Baustoffe weitere positive Eigenschaften auf, die neben den günstigen wärmetechnischen Eigenschaften auch ein attraktives Feuchteverhalten und einen günstigen Schallschutz aufbieten.

Gerade das Feuchteverhalten von Baustoffen nimmt eine immer wichtigere Bedeutung in der Baustoffbewertung von Planern und Bauherren ein. Bauphysikalisch günstig erweisen sich diffusionsoffene und kapillaraktive Wandbaustoffe. Baustoffe aus Hanfschäben und Kalk weisen ein derartiges Verhalten auf. Darüber hinaus verfügen sie zudem über ein hohes Feuchtspeichervermögen, so dass bei erhöhten Raumluftfeuchten durch die positiven Sorptionseigenschaften Feuchte angelagert werden kann, die dann bei niedrigeren Raumluftfeuchten wieder an die Umgebung abgegeben wird, so dass von einer natürlichen Regulierung der Raumluftfeuchte gesprochen werden kann, die zu einem für den Nutzer angenehmen Raumklima führt.

Hinsichtlich des Schallschutzes ist die im Vergleich zu sonstigen wärmedämmenden Baustoffen höhere Masse der Hanf-Kalk- Baustoffe aufzuführen, so dass günstigere Schallschutzwerte erreicht werden können. Die mineralische Einbindung der Hanfschäben verleiht den Hanf-Kalk-Baustoffen zudem ein günstiges Brandverhalten, der Baustoff gilt als nicht brennbar. Daneben sind sie beständig gegenüber Ungeziefer und gelten als umweltverträglich, da deren Herstellung aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen einen geringen Stoff- und Energieverbrauch von der Herstellung bis zum Rückbau erfordern. Zusätzlich zu den bereits genannten günstigen Eigenschaften sind sie gänzlich recyclebar.

 

Quelle

@hempireua

Struktur Hanfbeton Aussehen

 

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3D gedruckter Hanfbeton

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MIT Center for Collective Intelligence

Mehr Informationen zum Thema Hanfbeton gibt es hier -> Hanffaser Uckermark eG